Warum unsere Taschen so häufig ausverkauft sind

Wenn Sie regelmäßig auf unsere Webseite kommen oder an unserem Laden in Berlin-Friedrichshain vorbeikommen, dann wissen Sie: Es tut sich gerade relativ wenig. Heute möchten wir einmal ein bisschen erklären, warum das so ist. ZIMMER ist eine kleine Marke, die aus drei Personen besteht. Doch für uns stand von Anfang an fest, dass wir die Fahrradtaschen und Geldbeutel von Profis nähen lassen möchten. Sonst hätten sie nicht die Qualität, die wir uns für unsere Produkte wünschen. Auch ist es uns wichtig, dass unsere Taschen und Portemonnaies in Europa hergestellt werden. Dadurch können wir gute Arbeitsbedingungen sicherstellen und ein vertrautes Verhältnis zu unseren Nähereien aufbauen.

Fahrradtaschen in Europa herzustellen ist schwer

Doch als kleine Marke Fahrradtaschen in Europa herzustellen, ist eine Mammutaufgabe. Unsere Taschen sind ziemlich kompliziert. Für unsere Partner ist es das erste Mal, dass sie überhaupt Fahrradtaschen nähen. Besonders die Befestigung der Haken ist alles andere als einfach. Oft werden neue Werkzeuge oder mehrere Personen benötigt, um die Haken zu befestigen. Andere Fahrradtaschenmarken haben deshalb eigene Werkstätten aufgebaut oder das Nähen nach Asien verlagert. Für uns ist beides (derzeit) keine Option.

taschen-herstellung

Außerdem gibt es gar nicht mehr so viele Nähereien in Europa wie noch vor einigen Jahrzehnten. Mittlerweile ist die Textilbranche zum großen Teil in Asien.

Da uns jedoch wichtig ist, dass unsere Produkte in Europa hergestellt werden, haben wir sehr lange nach Nähereien in ganz Europa gesucht, eigentlich sogar Jahre lang. Letztendlich haben wir in Polen und Bulgarien Partner gefunden, mit denen wir zusammenarbeiten. Beide Firmen sind relativ klein und haben zwischen 10 und 30 Mitarbeiter. Sie werden von ambitionierten Leuten geführt, die selbst als Quereinsteiger in die Textilbranche kamen. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit den beiden Nähereien sehr. 

Warum geht es dann nicht schneller voran?

1. Unsere Stückzahlen sind sehr klein

Fahrradtaschen aus Europa
ZIMMER in Besuch in Polen

Wir sind eine kleine Firma, die immer noch relativ unbekannt ist. Wir können nur kleine Stückzahlen machen. Das liegt einerseits daran, dass wir keine großen Lagerkapazitäten haben. Andererseits und vor allem auch daran, dass wir die Taschen bezahlen müssen, bevor wir sie an unsere Kunden verkaufen. Deshalb brüten wir ständig über unseren Zahlen und schauen, was wir zu welchem Zeitpunkt bestellen können. 

Das Problem an kleinen Stückzahlen ist jedoch, dass diese für unsere Nähereien unattraktiv sind. Sie müssen sich immer wieder in die Taschen eindenken und da ist es natürlich einfacher, man würde gleich viele tausend Stück auf einmal nähen. Manchmal können wir mit unseren kleinen Mengen zwar zwischen größeren Bestellungen anderer Kunden dazwischen. Aber oft müssen wir auch sehr lange warten, bis wir an der Reihe sind. Denn andere Taschenfirmen bestellen viel größere Stückzahlen. Viele von den wenigen verbleibenden Nähereien in Europa arbeiten sogar fast oder ausschließlich für einzelne Marken.

2. Wir möchten neue Taschenmodelle entwickeln

naeherei-polen

Wie Sie sicher wissen, haben wir derzeit nur sehr wenige Modelle an Fahrradtaschen. Wir haben tausend Ideen auf dem Papier, aber nur sehr wenige sind fertiggestellt zu kaufen. Die Entwicklung neuer Taschen erfolgt bei uns in Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Polen und Bulgarien. Denn die sind am Ende diejenigen, die die Taschen auch nähen können müssen. Daher ist uns das Feedback der Nähereien schon in der Entwicklung der Taschen sehr wichtig. Was ist in der Herstellung super kompliziert? Was kann vereinfacht werden? 

Im Fall unserer Fahrradtasche TORONTO mussten wir einiges am Design ändern. Die Tasche war so schwer herzustellen, dass sogar schon Nähereien gesagt haben, sie können sie nicht machen! Daher haben wir uns rangesetzt und die Tasche so umgestaltet, dass sie in der Herstellung machbar ist. Und natürlich haben wir auch das Feedback unserer Kunden gehört und einige Details so geändert, wie es von Ihnen oft gewünscht wurde. 

Bei unseren Partnern sind allerdings nur weniger Personen für die Entwicklung neuer Modelle zuständig. Die haben alle Hände voll zu tun. Daher geht es bei der Entwicklung neuer Taschen nur sehr schleppend voran. Im Falle der TORONTO hat das sogar so lange gedauert, dass die Tasche lange nicht vorrätig war. Nun haben wir jedoch einen fertigen Prototypen und organisieren Materialien, damit die Tasche dann hoffentlich bald genäht werden kann.

Die Herstellung von Fahrradtaschen in Europa ist super schwer. Wir haben deutlich unterschätzt, wie schwer. Und wie lange alles dauert. Doch wir bleiben dran! Und hoffen, Sie können nun etwas besser verstehen, warum das alles so lange dauert.

Foto oben: Schnittmuster in unserer Näherei in Polen

 

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